Ich hab’s getan. Ich hab mir mal wieder einen Controller gekauft, den ich eigentlich nicht gebraucht hätte – aber der 8BitDo Ultimate 2 Wireless Controller in Weiß sah einfach zu gut aus. Dazu verspricht er alles, was man sich als PC-Gamer wünscht: Stickdrift adé dank Hall-Technik, eine eigene Ladestation, dazu noch 2.4G-Funk, RGB-Ringe (!) und ein Software-Profil-System wie bei den ganz Großen.
Aber: 8BitDo wäre nicht 8BitDo, wenn es nicht wieder drei Versionen von dem Ding gäbe, die auf den ersten Blick alle gleich aussehen. Und nein – ich hatte beim Kauf auf AliExpress auch keine Ahnung, ob ich jetzt das „gute“ Modell mit Dock und Hall-Sticks bekomme oder irgendeinen abgespeckten Klon.
Deshalb schauen wir uns das Teil ganz genau an: Was kann der Ultimate 2 wirklich – und was nicht? Funktioniert er auf Windows, macOS und Linux? Ist das Dock mehr als nur Deko? Und vor allem: Macht das Teil im Alltag Spaß oder ist’s doch nur ein hübsches Stück Plastik?
🔌 Technische Daten & Lieferumfang
Was man auf AliExpress nicht erfährt, aber wissen sollte. Der 8BitDo Ultimate 2 Wireless Controller in Weiß sieht auf den Produktbildern schick aus – aber welche Variante bekommt man wirklich? Gibt’s Hall-Sticks? Kommt das Dock mit? Oder bekomme ich nur eine Mogelpackung? Entwarnung: es ist die korrekte Version geliefert worden.
📦 Lieferumfang

Ich hab das Teil in Weiß über AliExpress bestellt, Preis lag bei knapp 60 Euro. Drin waren:
- 8BitDo Ultimate 2 Wireless Controller (Weiß)
- Magnetisches Charging Dock in Weiß
- 2.4 GHz Dongle (steckt im Dock, lässt sich rausnehmen)
- USB-C-Kabel (ca. 1 m, okay Qualität, kein geflochtenes)
- Kurze Anleitung (Englisch, QR-Code zur Software)
Verpackung:
Sauber, minimalistisch, in typischem 8BitDo-Stil. Kein Plastikmüll, kein unnötiger Pappkram. Der Controller liegt sicher in der Form, das Dock separat eingepackt. Haptisch macht alles direkt einen wertigen Eindruck – kein Billig-China-Gedöns.
📊 Technische Daten (Ultimate 2 Wireless)
Merkmal | Spezifikation |
---|---|
Sticks | TMR (magnetoresistiv, keine Drift) |
Trigger | Hall-Effekt, umschaltbar (linear/klick) |
Verbindung | 2.4 GHz (Dongle), Bluetooth (D-Input), USB-C |
Plattformen | Windows, Android (inoffiziell: macOS, Linux) |
Polling Rate | 1000 Hz (USB/2.4 GHz), 125 Hz (BT) |
Rücktasten | 2 Paddles hinten + 2 Extra-Bumper (L4/R4) |
Akku | 480 mAh, bis zu 30 Std. (realistisch: 18–20h) |
Lade-Dock | Ja, magnetisch, mit Dongle-Slot |
Gewicht | ca. 246 g |
Gyroskop | Ja (6-Achsen, nutzbar über Software) |
RGB | LED-Ringe um die Sticks, farblich anpassbar |
Software | Ultimate Software 2.0 (Windows & macOS) |
💡 Modell-Klarstellung: Welche Farben haben welche Features?
Der Ultimate 2 Wireless ist in Weiß, Schwarz und Lila erhältlich – und alle drei Farben haben identische Features:
✅ TMR-Sticks (keine Drift)
✅ Hall-Effekt-Trigger mit Umschaltfunktion
✅ Rückseiten-Paddles + zusätzliche Schulterbuttons (L4/R4)
✅ RGB-Stickringe
✅ 2.4 GHz Dongle + Dock
🔌 Wichtig: Alle drei Farben sind vollwertige Ultimate-2-Modelle – keine Lite-Version, kein abgespeckter 2C-Controller.
Die abgespeckten Modelle heißen Ultimate 2C Wireless (ohne Dock, oft in Mint, Peach, Grün usw.) oder Ultimate 2C Bluetooth (Switch). Sie sehen ähnlich aus, haben aber teils andere Technik und Zielplattformen.
➜ Mehr dazu später im Kapitel „Vergleich mit Konkurrenz & Varianten“.
🧑🎨 Design & Verarbeitung

Ich geb’s zu: Ich hatte seit der Xbox 360 keinen Controller von Microsoft mehr in der Hand. Aber genau der ist mir in Erinnerung geblieben – als Inbegriff von „liegt gut in der Hand“. Damals war das für mich der perfekte Controller: robust, ergonomisch, unkompliziert.
Und als ich mir jetzt einen neuen Gamepad für den PC holen wollte, dachte ich kurz: Warum nicht einfach wieder einen Xbox Controller?
Aber dann kam der Gedanke: Was, wenn’s das heute einfach… besser gibt?
8BitDo Ultimate 2 Wireless in Weiß – hallo. Der erste Eindruck: alles, was ich an meinem 360-Controller geliebt habe, nur mit Extras, die es damals noch gar nicht gab.
⚪ Farbe & Finish

Das Weiß ist ein seidenmattes Off-White, nicht klinisch, aber auch nicht gelbstichig – eher wie eine Apple Magic Mouse nach einer Woche ohne fettige Chips. Es fühlt sich leicht gummiert an, aber ohne diese Soft-Touch-Beschichtung, die nach drei Sommern zerbröselt. Kein Fingerabdruck-Magnet, dafür ein angenehm neutrales Gefühl in der Hand.
Im Vergleich zur schwarzen und lila Version wirkt das Weiß am unauffälligsten – fast edel. Gerade mit dem weißen Dock auf dem Schreibtisch ist das schon ein Setup, das „Ich spiele nur kurz eine Stunde…“ lügt.
Die RGB-Ringe um die Sticks leuchten übrigens dezent durch – du bekommst also den Lichtspielzeug-Vibe, ohne dass es wie ein Razer-Festival aussieht.
🧱 Verarbeitung & Materialgefühl

Kurz gesagt: überraschend solide.
Der Controller hat ein angenehmes Gewicht (~246 g) und liegt nicht zu leicht, nicht zu klobig in der Hand. Die Spaltmaße sind sauber, nichts wackelt oder klappert. Die Rückseite ist leicht angeraut – mehr Grip als bei einem Xbox Series Controller, weniger gummiartig als ein DualSense.
Die Tasten (ABXY) haben ein schönes, knackiges Klickgefühl – weder schwammig noch übertrieben hart. Das D-Pad ist sehr gut gelungen: präzise, klickt sanft und vermeidet versehentliche Diagonalen. Für Retro-Games ein echter Pluspunkt.
Die Trigger (L2/R2) fühlen sich im linearen Modus schön weich an, mit gleichmäßigem Widerstand. Im „klickigen Modus“ (per Schiebeschalter) wird der Hub kürzer und direkter – perfekt für Spiele, bei denen jede Millisekunde zählt. Funktioniert mechanisch einwandfrei.
Auch erwähnenswert:
- Die RGB-Stickringe sind sauber eingefasst, ohne Kanten oder flackernde LEDs
- Die Schultertasten (L1/R1) haben ordentlich „Clickiness“, ohne laut zu sein
- Die Rückpaddles sitzen fest und lassen sich gut treffen, ohne dass man aus Versehen draufkommt
✋ Ergonomie & Handling
Ich weiß nicht, ob du das kennst, aber manchmal greift man etwas zum ersten Mal an – und das Gehirn ruft einfach: „Jo, das passt.“
Genau so war’s bei mir mit dem Ultimate 2 Wireless.
Kein Rumruckeln, kein „hm, vielleicht gewöhnt man sich ja dran“.
Nur dieser Moment, in dem man merkt: Der Controller will gar nichts beweisen. Er ist einfach da. Und er sitzt.
Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich hab Controller gehabt, die wollten ergonomisch sein – aber am Ende fühlten sie sich an wie Tupperware mit Analogsticks.
Der Ultimate 2 erinnert mich stark an meinen alten Xbox 360-Controller – nur eben mit einem Update fürs Jahr 2025. Die Griffe sind ein bisschen länger, der Rücken hat mehr Grip, und das Gewicht ist so abgestimmt, dass er weder leicht klapprig noch schwer überambitioniert wirkt.
Ich hab den ersten längeren Test in Hades gemacht. Nach 45 Minuten ist mir aufgefallen: Ich hab die ganze Zeit vergessen, dass ich überhaupt einen Controller in der Hand habe.
Und das, finde ich, ist das größte Kompliment, das man einem Eingabegerät machen kann.
🧠 In Zahlen und Gefühl
- Pinky-Test™: Selbst mein kleiner Finger hat eine Aufgabe. Und das ist selten.
- Gewicht: ca. 246 g – angenehm ausbalanciert, wirkt weder zu leicht noch ermüdend schwer
- Griffigkeit: Die Rückseite hat so eine leicht matte Textur, fast wie ganz feines Schleifpapier – griffig, aber nie unangenehm
- Form: klassisch asymmetrisch (Xbox-Stil), liegt auch bei größeren Händen sehr natürlich
- Tastenreichweite: Alle Buttons sind gut erreichbar, auch die Rückpaddles – kein Umgreifen nötig
⚙️ Funktionen & Features
⚙️ Funktionen & Features
Der Ultimate 2 Wireless ist so eine Art „Wunschzettel-Controller“.
Er wirkt, als hätten die Entwickler bei 8BitDo sich hingesetzt, Reddit gelesen und gesagt:
„Okay, was wollen die Leute? Keine Drift. Keine Software-Katastrophen. Back Buttons. RGB, aber dezent. Und alles bitte zum halben Preis eines Xbox Elite.“
Und genau das bekommt man. Ohne Abogebühr. Ohne App-Zwang. Ohne RGB-Orgie.

🕹️ TMR-Sticks statt Stickdrama
Die Sticks basieren auf TMR-Sensoren (Tunneling Magnetoresistance) – quasi die nächste Evolutionsstufe nach Hall-Effekt.
Klingt nerdig, ist es auch – aber in Kurzform:
Kein physischer Kontakt = kein Stickdrift. Punkt.
Kein Abrieb, keine toten Zonen, kein nerviges Kalibrieren nach zwei Monaten.
Im Alltag fühlt sich das einfach präzise und ruhig an – auch bei kleinsten Bewegungen. Besonders in Hades und Hollow Knight hat sich das bemerkbar gemacht: sanftes Neigen des Sticks führt zu präziser Bewegung, ohne diese typische „entweder ganz oder gar nicht“-Problematik.
🔄 Umschaltbare Trigger: Linear oder Klick?
Hier wurde ich stutzig. Der Controller hat hinten neben L2 und R2 zwei kleine Schiebeschalter. Damit kann man den Trigger-Modus wechseln:
- Linear-Modus: Für analoges Durchdrücken – perfekt für Racing-Games oder langsam geregelte Aktionen
- Klick-Modus: Kurzer Hub mit fester Auslösung – ideal für Shooter, Jump’n’Run, Button-Mashing
Das ist genial gelöst, weil man nicht durch ein Menü muss, sondern einfach live umschalten kann.
In Rocket League hab ich direkt gemerkt: Linearmodus an – feinfühlig Gas geben. Dann in Dead Cells: Klick-Modus rein – sofortiger Dash. 🧠💥
🧩 Zusatzbuttons: Paddles & Schulter-Extras
Der Controller hat zwei klassische Rückseiten-Paddles (P1/P2) – und zusätzlich zwei weitere Schulter-Buttons (L4/R4) über L1/R1.
Klingt erstmal viel – ist aber gut platziert.
Ich hatte nie das Gefühl, aus Versehen draufzukommen. Stattdessen: frei belegbar mit der Software. Ideal z. B. für Ducken, Nachladen oder – mein Favorit – „Screenshot“-Makro in RetroArch 😎
🎛️ Profile & Turbo
- 3 speicherbare Profile, direkt über den physischen Button wechselbar – perfekt für verschiedene Games oder Plattformen
- Turbo-Funktion für alle Tasten einstellbar (mit oder ohne Dauerfeuer) – brauch ich selten, aber hey: nice to have
🌈 RGB, aber mit Stil

Die LED-Ringe um die Sticks leuchten dezent – nicht Las Vegas, eher Ambilight.
Du kannst sie über die Software anpassen: Farbe, Effekte, Helligkeit. Oder komplett aus – geht auch.
Ich hab sie im Profil 1 auf hellblau, Profil 2 rot, Profil 3 ganz aus – so sehe ich sofort, welcher Modus aktiv ist.
🎮 Gyro & Rumble
- Das Rumble ist solide, kein HD-Rumble wie bei der Switch, aber deutlich spürbar
- Der Gyro ist 6-Achsen genau und lässt sich in der Software z. B. als Maus oder rechter Stick emulieren
- Kein Nintendo-Feeling, aber nützlich für Gyro-Aiming
💻 Software & Einrichtung

Controller-Software ist so eine Sache.
Entweder sie sieht aus wie ein SAP-Frontend von 2003, oder sie kommt mit mehr Glanz als Substanz – inklusive Cloud-Zwang, Telemetrie und einem Pop-up, das dich duzt.
8BitDo war da früher eher Team „funktioniert irgendwie, aber schön ist anders“.
Beim Ultimate 2 Wireless kommt jetzt die neue Ultimate Software V2 zum Einsatz – und die macht einen deutlich moderneren Eindruck. Kein Designwunder, aber: Man findet, was man sucht. Und das ist ja heutzutage schon fast ein Feature.
🖥️ Installation & Oberfläche
Die Software gibt’s für Windows und macOS als Download, ohne Installationshürden, ohne Accountpflicht.
Ich hab den Controller angestöpselt – erst über das Dock (mit integriertem Dongle), später per USB-C – und er wurde direkt erkannt. Keine Treiberprobleme, kein „Bitte updaten Sie erst…“–Drama.
Die Oberfläche ist angenehm sachlich: ein tabellarischer Aufbau, klare Sektionen für Tasten, Sticks, Trigger, RGB und Makros. Kein 3D-Controller, kein Klick-Sound beim Menüwechsel, keine dunkle Magie.
Es fühlt sich ein bisschen an wie:
„Wir haben verstanden, dass du deinen Controller einstellen willst – nicht ein Spaceship starten.“
🧠 Funktionen & Profile
Das Wichtigste: Du kannst
- alle Tasten remappen (auch die Paddles & Schulter-Extras)
- Sticks und Trigger kalibrieren
- Deadzones einstellen
- Makros zuweisen (z. B. Kombos oder Tastenfolgen)
- RGB anpassen
- drei Profile speichern, die direkt am Controller gewechselt werden können
Das klappt alles – aber manchmal hakt’s ein wenig.
Zum Beispiel war das Umschalten von RGB-Farben nicht sofort sichtbar, und beim Speichern eines Makros musste ich zweimal klicken, bis es übernommen wurde. Nicht dramatisch, aber eben: nicht perfekt.
Trotzdem: Für eine „nur PC“-Software ist das Ding erstaunlich stabil. Kein Absturz, keine kryptischen Fehlermeldungen.
Ich hatte schlimmere Erlebnisse mit der Software von Logitech, Trust oder SteelSeries – und die bauen sowas seit Jahrzehnten.
🔁 Firmware & Updates
Firmware lässt sich theoretisch bequem über die Software aktualisieren – praktisch… ist’s ein bisschen Glücksspiel.
Mal wird der Controller nicht erkannt, mal taucht der Dongle nicht auf, und manchmal klappt’s auf Anhieb.
Typisch 8BitDo: Es wirkt, als wäre das Update-System da – aber nicht unbedingt robust implementiert.
Positiv:
Es gibt sehr wohl einen Changelog – sobald ein Update gefunden wurde, zeigt die Software an, was genau geändert wird. Das ist deutlich besser als früher und lobenswert dokumentiert. Kein blindes „Drück mal drauf und bete“.
Aber:
Wenn der Controller oder das Dock gerade keine Lust haben, hilft dir der beste Changelog nix.
Ich musste das Programm mehrfach neustarten, Kabel raus und wieder rein, und irgendwann hat’s dann geklappt. Nicht dramatisch, aber auch nicht so, wie man’s 2025 erwarten würde.
Die Ultimate Software V2 ist kein Meilenstein – aber sie macht, was sie soll.
Sie ist nicht hübsch, aber brauchbar, und sie nervt dich nicht mit Cloud-Zwang oder übergriffiger UI. Man merkt: 8BitDo will dich hier nicht mit Effekten beeindrucken, sondern mit Funktion. Und das klappt – mit kleinen Schwächen, aber ohne große Aufreger.
📶 Konnektivität & Akkulaufzeit
🔌 2.4 GHz, Bluetooth & Kabel – was funktioniert wirklich?
Der Ultimate 2 Wireless bringt drei Verbindungsoptionen mit:
- 2.4 GHz über USB-Dongle (im Dock versteckt)
- Bluetooth (D-Input only)
- USB-C Kabel (für Puristen und Firmware-Updates)
Ich sag’s gleich vorweg:
2.4 GHz ist der Sweet Spot.
Stabile Verbindung, keine spürbare Latenz, sofort erkannt – genauso will man das.
Der Dongle steckt übrigens im Dock selbst und lässt sich rausnehmen.
Oder du lässt das Dock einfach angesteckt, dann fungiert es als Empfänger – was ehrlich gesagt ziemlich clever ist. Kein Rumgefummel, kein Dongle-verloren-Trauma.
Bluetooth? Joa, es geht. Aber:
- Nur D-Input, also kein XInput – was viele PC-Spiele nicht direkt unterstützen
- Unter Windows funktioniert’s okay, unter macOS nur mit Workarounds
- Analoge Trigger? Nope – werden über Bluetooth nur als digitale Buttons erkannt
- Für schnelle Games oder präzise Steuerung eher meh
Kurz gesagt:
Bluetooth ist nice für’s Handy oder Tablet – aber am PC nimmt man den Dongle und lebt besser.
USB-C? Klar, geht auch – erkennt der PC als Xbox-Controller. Praktisch für’s Einrichten der Software oder wenn du keine Lust auf Akkumanagement hast.
🔋 Akkulaufzeit & Laden im Dock
Laut Hersteller hält der Akku:
- bis zu 30 Stunden via Bluetooth
- bis zu 18–20 Stunden via 2.4 GHz
- (USB natürlich endlos – Kabel regelt)
In der Praxis kommt das ziemlich genau hin.
Ich hab über vier Tage verteilt je ca. 2–3 Stunden gezockt (Hades, Hollow Knight, RetroArch) und hatte danach noch keine Akkuwarnung.
Das Dock macht’s einfach:
Du legst den Controller einfach drauf, und er lädt über die integrierten Pogo-Pins.
Kein Einstecken, kein Ladekabel suchen. Das Teil magnetisiert sich sauber drauf, sitzt stabil, und ein kleines LED zeigt an, dass geladen wird.
Kritikpunkt?
Kein echter Akkustand in Prozent. Du kannst in der Software sehen, ob er „voll“ oder „halbvoll“ ist – aber mehr nicht.
Und eine echte Low-Battery-Warnung am Controller selbst (z. B. blinkendes Licht)? Fehlanzeige. Es passiert einfach… irgendwann.
Aber: Durch das Dock lade ich quasi nebenbei, also hatte ich nie den „Mist, leer“-Moment. Es fühlt sich eher an wie bei einer elektrischen Zahnbürste – man denkt nicht drüber nach, sie ist halt immer einsatzbereit.
🧠 Reichweite & Stabilität
Die 2.4 GHz-Verbindung war in meinem Test:
- lagfrei (Rocket League, Celeste = kein Problem)
- stabil über 5–6 Meter Luftlinie
- unbeeindruckt von WLAN, Bluetooth-Kopfhörer oder Mikrowellenattacken
Bluetooth dagegen ist… na ja, Bluetooth.
Reicht fürs Casual-Gaming auf dem iPad oder mal eben für einen Emulator.
Aber sobald’s um Präzision geht, merkt man, dass 2.4 GHz einfach die bessere Wahl ist.
Wenn du den Controller kaufst, nutze den Dongle.
Alles andere geht – aber du tust dir damit keinen Gefallen.
🕹️ Gaming-Praxis & Kompatibilität
Ein Controller kann noch so viele Features haben – wenn er im Spiel nicht performt, ist alles andere egal.
Also hab ich das Ding nicht nur durch meine Steam-Bibliothek gejagt, sondern auch über den Xbox Game Pass (PC) – dort, wo sich zeigt, ob er wirklich als Xbox-Ersatz taugt.
Und ja: Ich war angenehm überrascht, wie unspektakulär alles funktioniert hat. Im besten Sinne.
⚔️ Getestet in:
- Hades (Steam): Twin-Stick-Action, schnelle Ausweichmanöver
- Hollow Knight (Lutris, Linux): Präzises Platforming, D-Pad-Test
- Rocket League (Steam): Latenz & Trigger-Test im 2.4 GHz-Modus
- Hi-Fi Rush (Game Pass PC): Rhythmus + Timing, direkt & ohne Input-Lag
- Forza Horizon 5 (Game Pass PC): Trigger-Sensitivität, Gyro als Lenkhilfe
- Dead Cells (Game Pass PC): schneller Wechsel zwischen D-Pad und Stick
- Celeste (Steam macOS): Präzisionsprüfung par excellence
- RetroArch (SNES/GBA): Turbo-Buttons & D-Pad in Höchstform
🎮 Plug & Play mit Game Pass?
Ja. Einfach ja.
Angestöpselt (am besten über das Dock oder den Dongle) → Game Pass öffnet → Spiel erkennt Controller als Xbox Gamepad.
Kein Mapping, kein Frickeln. Auch Vibration und Trigger funktionieren vollumfänglich, wie man’s erwartet.
Einzig beim Bluetooth-Modus kommt’s zu Einschränkungen:
Dort wird der Controller nur als generisches D-Input-Device erkannt. Die Game-Pass-Titel sind aber alle auf XInput getrimmt – und das gibt’s eben nur über 2.4 GHz oder USB-C.
Meine Empfehlung: Wenn du regelmäßig über Game Pass spielst, nutz das Dock oder den Dongle. Du wirst’s dir selbst danken.
🧃 Steuerung & Feeling
Was direkt auffällt:
Die TMR-Sticks sind extrem gleichmäßig und präzise. Kein Wobbeln, kein toter Bereich, kein Nachjustieren.
Gerade in Hi-Fi Rush (wo Rhythmus alles ist) fühlt sich der Controller sofort vertraut an – wie ein gut eingespieltes Instrument.
In Forza Horizon 5 war der analoge Trigger-Modus Gold wert – sanft Gas geben, nicht übersteuern, feinfühlig abbremsen.
Schaltest du um auf Klick-Modus, wird’s ideal für Platformer und schnelle Reaktionen (Celeste, Dead Cells).
Das D-Pad ist eines der besseren, die ich je unter dem Daumen hatte – knackig, klar abgegrenzt, ohne Schwammgefühl. In Hollow Knight oder Retro-Spielen ein echter Vorteil.
Und: Kein spürbarer Lag. Nicht über 2.4 GHz, nicht per Kabel.
Der Controller fühlt sich einfach schnell und responsiv an – genau wie ein nativer Xbox-Pad, nur mit mehr Optionen.
✅ Kompatibilität im Überblick:
Plattform | Status |
---|---|
Windows (Game Pass & Steam) | ✅ Plug & Play via 2.4 GHz oder USB, volle Funktion inkl. Rumble & Trigger |
macOS (Steam) | 🟡 Eingeschränkt via Bluetooth (D-Input), 2.4 GHz nicht immer erkannt |
Linux (Lutris, Steam) | 🟢 Mit xpad-Treiber & udev-Rule läuft’s stabil, ggf. leichte Einrichtung nötig |
Android (Emulatoren) | ✅ Koppeln via Bluetooth, sofort einsatzbereit |
iPad/iOS | ❌ Noch keine native Unterstützung (Stand: April 2025) |
Steam Deck | ❌ Keine eigene Aussage – aber technisch via Bluetooth oder USB möglich (nicht getestet) |
Nintendo Switch | ❌ Der Ultimate 2 Wireless ist kein Switch-Modell – dafür gibt’s separate 2C-Versionen |
Der Ultimate 2 spielt unter Windows in der Xbox-Liga – Game Pass, Steam, Emulatoren: alles geht ohne Drama.
Mac & Linux? Mit etwas Liebe, ja.
Für unterwegs oder Konsolen? Besser zu den anderen 8BitDo-Modellen greifen.
🎯 Fazit – Für wen lohnt sich’s?
- TMR-Joysticks - Bieten höhere Empfindlichkeit, größere Präzision und verbesserte Haltbarkeit.
- Die exklusive 8BitDo Wireless-Technologie - "8Speed" - liefert eine außergewöhnlich stabile 2.4G-Verbindung mit einer extrem niedrigen Latenzzeit von unter 1 ms. Sie wurde für eine felsenfeste Zuverlässigkeit entwickelt und bietet eine starke Anti-Interferenz und eine Reichweite von 10 m mit praktisch keiner Verzögerung.
Ich bin mit ziemlich klaren Erwartungen an den 8BitDo Ultimate 2 Wireless ran: Ich wollte endlich einen Controller, der sich am PC wie ein Xbox-Pad verhält – nur ohne Drift, ohne Batterien und ohne den Charme einer Fernbedienung von 2010. Und ich muss sagen: Genau das hab ich bekommen. Kein Game-Changer, kein „beste Controller aller Zeiten!!1!“, aber ein Stück Hardware, das einfach still überzeugt.
Das Gesamtpaket funktioniert erstaunlich rund: Du bekommst magnetische Sticks, die auch nach stundenlangem Zocken nicht rumzucken. Du bekommst umschaltbare Trigger, die je nach Spielgefühl entweder weich gleiten oder knackig klicken. Du bekommst ein Dock, das nicht nur gut aussieht, sondern den Controller ganz unauffällig immer geladen hält. Und du bekommst Software, die man tatsächlich nutzen kann, ohne sich wie in einem UI-Labyrinth zu fühlen.
Klar: Wenn du ausschließlich auf Konsole zockst, iOS nutzt oder gar keine Lust auf Einstellungen hast – dann wird dich das Teil nicht abholen. Dann tuts auch ein Xbox-Controller. Aber wenn du gern am PC spielst, sei’s Steam, Game Pass oder Emulatoren, und du willst einen Controller, der nicht meckert, nicht driftet und dir ein bisschen Freiheit lässt, dann ist der Ultimate 2 Wireless verdammt nah an dem, was ich mir immer gewünscht hab.
Ich wollte nur mal reinschauen – jetzt ist er dauerhaft im Einsatz.
Und mein Xbox-Controller? Der schaut aus der Schublade zu. Still. Und ein bisschen beleidigt.
❓ FAQ & Quellen
Was ist der Unterschied zwischen Ultimate 2, 2C und Ultimate Bluetooth?
Ultimate 2 Wireless: Volle Ausstattung mit Dock, TMR-Sticks, RGB, Profilen, Paddles.
Ultimate 2C: Günstiger, kein Dock, keine RGB, kein Trigger-Modus, keine Back Buttons.
Ultimate Bluetooth: Älteres Modell, Hall-Sticks, Switch-kompatibel, weniger Features.
Funktioniert der Ultimate 2 Wireless mit Nintendo Switch?
Nein, er ist nicht Switch-kompatibel. Dafür gibt es die 2C Bluetooth-Version.
Kann ich den Controller mit dem Steam Deck nutzen?
Inoffiziell ja, per USB oder Bluetooth. Wird als generischer Controller erkannt.
Getestet wurde es in diesem Review nicht.
Läuft der Controller unter macOS?
Ja, per Bluetooth (D-Input) oder USB. Software funktioniert, Trigger teilweise nur digital.
Gibt es eine App für die Konfiguration?
Nein, derzeit nur Desktop-Software für Windows und macOS.